Freitag, 27. November 2009
Kostenvergleich für die Heizung
Wer in seinem Haus die alte Heizung gegen ein neues Gerät austauschen möchte, sollte laut Aussage der „Initiative effizient heizen“ die Gesamtkosten in Augenschein nehmen. Eine aktuelle Untersuchung des Leipziger Instituts für Energie hat die sogenannten Vollkosten von Heizsystemen unter die Lupe genommen.

Die Erdgas-Brennwertheizung ist im
Vollkostenvergleich am günstigsten.
Die Experten aus Sachsen betrachteten die Kosten aller gängigen Heizsysteme für ein Wohnhaus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche und einem Heizwärmebedarf von 16.900 Kilowattstunden jährlich. Bei der Gesamtkostenberechnung schlagen neben dem Anschaffungspreis, der zu den kapitalgebundenen Kosten zählt, auch andere Kostenarten zu Buche. Verbrauchsbezogene Kosten werden für die Energie fällig, betriebsgebundene Kosten fallen beispielsweise für die Wartung an. Sonstige Kosten können zusätzlich entstehen, wenn beispielsweise wie bei einem Heizöltank eine Versicherung gegen Ölaustritt abgeschlossen werden muss. Etwaige Fördermittel wie Zuschüsse wurden nicht in die Berechnung einbezogen.
Im Ergebnis des Leipziger Instituts hatte die Erdgas-Brennwertheizung mit 2.168 Euro Gesamtkosten pro Jahr die Nase vor der Öl-Brennwertheizung, die jährlich 12 Prozent teurer ist. Fernwärme verursacht Jahreskosten von 2.547 Euro pro Jahr. Teurer wird es, wenn regenerative Systeme zum Einsatz kommen. So belaufen sich die Jahreskosten für einen Holz-Pelletkessel auf 3.489 Euro: Das sind 61 Prozent mehr als bei der Erdgas-Brennwertheizung. Eine strombetriebene Sole/Wasserwärmepumpe kostet 58 Prozent mehr als die Beheizung mit Erdgas, bei der Luft/Wasserwärmepumpe beträgt der jährliche Mehraufwand 31 Prozent.
Wird die Erdgas-Brennwertheizung mit einer solaren Warmwasserbereitung kombiniert, liegen die Gesamtkosten pro Jahr bei 2.606 Euro, was immer noch preiswerter ist als ein regeneratives Heizsystem auf Basis von Erd- oder Luftwärme beziehungsweise Holzpellets, betont die „Initiative effizient heizen“. Ein vergleichbares Öl-Brennwertgerät mit solarer Warmwasserbereitung ist 260 Euro pro Jahr teurer als das vergleichbare System auf Basis von Erdgas.
